Spelle: Mit dem 13. Sieg in Folge behaupten die Volleyball-Damen des SC Spelle-Venhaus die Tabellenführung der Regionalliga. Beim Schlusslicht SV Cappeln fuhren die Emsländerinnen beim 3:0 (25:22, 25:21, 27:25) drei wichtige Zähler auf dem Weg zur Meisterschaft ein.
Das war ein erwartet hartes Stück Arbeit. Erst nach 90 Minuten intensivem Fight konnten die Spellerinnen gemeinsam mit ihren zahlreich mitgereisten Fans über den nächsten „Dreier“ jubeln. Cappeln hatte sich über die gesamte Spieldauer mit leidenschaftlichem Kampf gegen die drohende Niederlage gewehrt und es dem Ligaprimus zu keinem Zeitpunkt leicht gemacht, als Sieger vom Feld zu gehen.
Satz eins verlief bis zur Crunchtime auf Augenhöhe. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Erst als sich Emma Rauen beim Stand von 20:20 den Ball zum Aufschlag schnappte und mit einer starken Serie bis zum 24:20 servierte, war der Bann gebrochen. Kurz darauf ging Spelle mit 1:0 in Führung.
Im zweiten Durchgang zeigten die SCSVlerinnen über weite Strecken, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Eine schnelle 6:1-Führung wurde mit platziertem Aufschlagspiel und disziplinierter Block-Feldverteidigung bis auf 21:11 ausgebaut. Doch dann schlichen sich einfache Fehler ein. Cappeln kämpfte sich Punkt für Punkt zurück und verkürzte auf 19:24. SCSV-Coach Stefan Jäger schwor sein Team in einer Doppelauszeit nochmals ein, sodass die 2:0-Führung letztlich ins Ziel gebracht werden konnte.
In Satz drei bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild – diesmal jedoch mit vertauschten Rollen. Spelle lag zwischenzeitlich mit sechs Punkten zurück und musste vier Satzbälle abwehren. Doch ruhig und fokussiert arbeiteten sich die Gäste heran. Vor allem eine Aufschlagserie von Pauline Greiwe brachte die Wende und machte den 3:0-Erfolg perfekt.
Anne Rauen erhielt nach dem Spiel die goldene MVP-Auszeichnung, Christina Schumacher wurde mit der silbernen MVP-Medaille geehrt.
Das Captains-Duo zeigte sich nach der Partie erleichtert. Tina Scheepers sagte: „Das Spiel war wie erwartet alles andere als leicht für uns. Ich bin superstolz auf das Team, dass wir den Rückstand im dritten Satz noch aufgeholt und somit das Spiel gewonnen haben.“
Maren „Joe“ Knieper ergänzte: „Das waren wichtige drei Punkte für unser Konto. Wir bedanken uns bei allen Fans, die den Weg nach Cappeln gefunden haben, um uns lautstark zu unterstützen. Wir freuen uns schon auf das Spitzenspiel nächste Woche und hoffen, dass wir mit einem vollen Fanbus nach Oldenburg reisen.“
Am Samstag, 7. März 2026, kommt es um 20 Uhr zum möglicherweise vorentscheidenden Spiel um die Meisterschaft. Dann trifft der Tabellenzweite Oldenburger TB auf den Ligaprimus SC Spelle-Venhaus. Gewinnen die Spellerinnen auch ihr 14. Spiel in Folge, ist ihnen die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die 3. Liga kaum noch zu nehmen. Bei einem Sieg der Oldenburgerinnen bleibt das Titelrennen bis zum letzten Spieltag offen.
(PM)
(Foto: Stefan Jäger)
(02.03.26)