Lingen: Eine neue Studie der Hochschule Osnabrück in Kooperation mit der Unternehmensberatung LEADING FORWARD liefert Unternehmen in der Ems-Achse-Region konkrete Hinweise darauf, wie sie für die Generation Z attraktiver werden, junge Talente langfristig binden und Motivation wirksam fördern können. Im Fokus der Untersuchung „Führung im Wandel? Leistung, Führung, Ansprache und die Generation Z“ steht die Frage, welche Erwartungen junge Menschen heute an Arbeitswelt, Führung und Arbeitgeberkommunikation stellen und was das für die Praxis bedeutet.
Die Studie wurde im Sommersemester 2025 am Campus Lingen unter der Leitung von Prof. Dr. Dagmar Schütte durchgeführt. Ausgewertet wurden 247 Online-Fragebögen von Angehörigen der Generation Z. Die Ergebnisse zeigen: Die Generation Z ist grundsätzlich leistungsbereit, definiert Leistung jedoch anders als frühere Generationen: nicht über ständige Verfügbarkeit oder Überstunden, sondern über effizientes, qualitativ hochwertiges Arbeiten innerhalb klarer Grenzen. Besonders wichtig sind eine ausgewogene Work-Life-Balance, offene Kommunikation, Mitgestaltungsmöglichkeiten, faire Bezahlung, ein positives Arbeitsklima und Entwicklungsperspektiven. Für das Recruiting spielt zudem die digitale Sichtbarkeit von Arbeitgebern eine wichtige Rolle.
Für Unternehmen in Ostfriesland, im Emsland und in der Grafschaft Bentheim ist das von hoher strategischer Relevanz. Die Region ist wirtschaftlich stark, zugleich verschärfen Fachkräftemangel, demografischer Wandel und die Abwanderung junger Menschen den Wettbewerb um Nachwuchs und qualifizierte Mitarbeitende.
Gerade mittelständische Industrieunternehmen und Ausbildungsbetriebe stehen vor der Aufgabe, ihre Arbeitgeberkommunikation, ihr Onboarding und ihre Führungskultur so weiterzuentwickeln, dass sie für junge Zielgruppen anschlussfähig bleiben. Die Studie zeigt dafür drei zentrale Hebel auf: glaubwürdige Arbeitgeberpositionierung, Führung auf Augenhöhe und eine zielgruppengerechte Ansprache über die relevanten digitalen Kanäle.
„Die Generation Z ist nicht leistungsunwillig. Sie ist anspruchsvoll darin, wofür sie Leistung einsetzt. Wer junge Talente gewinnen und halten will, muss Arbeit klar, fair und sinnhaft gestalten anstatt nur Stellen auszuschreiben“, sagt Andrea Klemz, Inhaberin der Unternehmensberatung LEADING FORWARD. „Gerade in ländlichen Wirtschaftsregionen wird Fachkräftesicherung zur Führungsaufgabe.“
Andrea Klemz ist Beraterin für Unternehmensentwicklung mit den Schwerpunkten Generation Z, Generationenmanagement, Unternehmenskultur und Kommunikation. Mit LEADING FORWARD begleitet sie Unternehmen, Führungskräfte und Teams in Veränderungsprozessen und steht für werteorientierte Unternehmensführung sowie generationenverbindende Zusammenarbeit.
(Bild: Hochschule Osnabrück)
(PM)
(17.03.26)